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Wann musst du mit deinem Hund zum Tierarzt?

Für Hunde · Veröffentlicht am 3. August 2026

Die Frage ist fast nie "ist da etwas". Die Frage ist "kann das bis morgen warten". Dieser Artikel hilft dir bei dieser Abwägung, und er beginnt damit, zu wissen, was für deinen Hund normal ist.

Kenne zuerst das Normal deines eigenen Hundes

Abweichungen erkennst du nur, wenn du weißt, was üblich ist. Das LICG nennt einige Anhaltspunkte für einen gesunden Hund:

  • **Temperatur.** Die normale Körpertemperatur liegt zwischen etwa 38 und 39 Grad Celsius. Sie unterscheidet sich je nach Hund, nach Größe, Alter und Tageszeit. Miss deshalb ein paar Mal, wenn dein Hund gesund ist, dann weißt du später, womit du vergleichst.
  • **Appetit.** Ein gesunder Hund hat einen guten Appetit. Frisst er plötzlich langsamer oder lässt er stehen, ist das ein Signal.
  • **Kot.** Der sollte fest sein.
  • **Fell und Haut.** Passend zu seiner Rasse, ohne kahle Stellen und ohne Wunden, Krusten, rote Stellen oder viele Schuppen.
  • **Ohren, Augen, Gebiss.** Ohren innen sauber, Augen sauber und klar mit ordentlich weißer Lederhaut, Zähne sauber und fest.

Eine kluge Gewohnheit: Schreib die gewöhnlichen Werte deines Hundes einmal auf, solange er gesund ist. In dieser App kannst du Gewicht, Fütterungen und Check-ins festhalten, und genau dieser Verlauf macht später sichtbar, dass sich etwas verändert hat.

Ruf sofort an, auch nachts

Bei diesen Situationen wartest du nicht ab. Nimm direkt Kontakt zu deinem Tierarzt auf:

  • **Vergebliche Brechversuche**, besonders zusammen mit einem aufgeblähten Bauch, Unruhe und starkem Speicheln. Das kann auf eine Magendrehung hindeuten, und die ist laut LICG immer ein Notfall.
  • **Verdacht auf eine Vergiftung**, auch wenn dein Hund noch nichts zu merken scheint.
  • **Starke Blutung** oder der Verdacht auf eine innere Blutung.
  • **Ein Wespen- oder Bienenstich in Zunge oder Rachen.** Eine Schwellung in diesem Bereich kann lebensbedrohlich sein.
  • **Verdacht auf einen Hitzschlag.**
  • **Eine tiefe Stichwunde oder etwas Scharfes oder Großes verschluckt.**
  • **Lähmung, ein Krampfanfall oder nicht mehr stehen können.**

Das LICG ist deutlich in dem, was du in so einem Fall nicht tust: Versuch nicht, es erst selbst zu lösen, denn das ist, so gut gemeint es auch ist, oft nicht das Beste für dein Tier. Ruf lieber vorher an, sag dazu, dass es dringend ist, und frag, was du tun sollst, während du unterwegs bist.

Vereinbare einen Termin innerhalb von ein bis zwei Tagen

Diese Anzeichen sind kein nächtlicher Notfall, gehören aber angesehen:

  • Dünner Kot, der anhält, blasser Kot oder eine seltsame Farbe, die du nicht dem Futter zuschreiben kannst.
  • Blut im Kot.
  • Appetit, der tagelang geringer ist, oder deutlich mehr Trinken als sonst.
  • Kahle Stellen, Wunden, Krusten oder rote Stellen auf der Haut.
  • Viel Kratzen an den Ohren oder Schiefhalten des Kopfes. Das kann auf Ohrmilben oder eine Entzündung hindeuten.
  • Braune Ränder an den Zähnen, rotes Zahnfleisch oder schlechter Atem.
  • Lahmen oder steifer laufen als vorher.

Schmerz sieht anders aus, als du denkst

Hunde zeigen nicht immer deutlich, dass sie Schmerzen haben, und neigen oft dazu, sie zu verbergen. Sie gähnen weniger, strecken sich weniger und schütteln sich seltener. Sie lecken, beißen oder kratzen wiederholt an einer schmerzenden Stelle, nehmen eine Haltung ein, die am wenigsten weh tut, oder reagieren anders auf Menschen als sonst. Verhält sich dein Hund plötzlich anders, als du ihn kennst, dann denk daran, dass Schmerz die Ursache sein kann, und geh zum Tierarzt.

Verwende niemals Schmerzmittel, die für Menschen gedacht sind, außer dein Tierarzt hat das vorher gesagt.

Was du zum Termin mitnimmst

Je konkreter du bist, desto schneller kommt dein Tierarzt weiter. Praktisch parat zu haben: seit wann es besteht, ob es schlimmer wird, was dein Hund frisst und ob sich daran etwas geändert hat, wann er zuletzt entwurmt wurde, was er wiegt und was genau du siehst. Ein Video vom Lahmen oder von einer seltsamen Bewegung sagt oft mehr als deine Beschreibung, denn im Behandlungszimmer zeigt ein Hund es längst nicht immer.

Bei einer möglichen Vergiftung nimmst du die Verpackung oder das Pflanzenschild mit und weißt, wie viel dein Hund ungefähr aufgenommen hat und wann.

Zweifel sind selbst schon ein Grund anzurufen

Du musst diese Abwägung nicht allein treffen. Ein Anruf in der Praxis kostet nichts, und die Assistenz hört den ganzen Tag, welche Beschwerden warten können und welche nicht. Zweifeln heißt hier anrufen, nicht so lange googeln, bis der Zweifel weg ist.

Dieser Artikel ist allgemeine Information und keine Diagnose. Bei Zweifeln an der Gesundheit deines Hundes ist dein Tierarzt die richtige Adresse.

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Häufige Fragen

Was ist die normale Temperatur eines Hundes?
Laut LICG liegt die normale Körpertemperatur eines Hundes zwischen etwa 38 und 39 Grad Celsius. Sie unterscheidet sich je nach Hund, Größe, Alter und Tageszeit. Miss ein paar Mal, solange dein Hund gesund ist, damit du sein eigenes Normal kennst.
Wann ist es bei einem Hund ein Notfall?
Unter anderem bei vergeblichen Brechversuchen mit aufgeblähtem Bauch, Verdacht auf Vergiftung, starker Blutung, einem Stich in Zunge oder Rachen, Hitzschlag, etwas Scharfem verschluckt, einem Krampfanfall oder wenn er nicht mehr stehen kann. Ruf dann sofort an, auch außerhalb der Sprechzeiten.
Mein Hund verhält sich seltsam, aber ich sehe keine Beschwerde. Muss ich hin?
Hunde verbergen Schmerz oft. Gähnen, Strecken und sich Schütteln nehmen ab, und sie reagieren anders auf Menschen. Verhält sich dein Hund plötzlich anders als sonst, denk an Schmerz und nimm Kontakt zu deinem Tierarzt auf.

Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Diagnose oder medizinische Beratung. Wende dich bei Zweifeln oder Beschwerden immer an deinen Tierarzt.

Quellen

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