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Lahmheit beim Hund: was du siehst und was du tust

Für Hunde · Veröffentlicht am 3. August 2026

Lahmen fällt auf, und genau deshalb ist es wichtig. Hunde verbergen Schmerz nämlich meistens: Sie zeigen nicht immer deutlich, dass sie Schmerzen haben, und neigen oft dazu, sie zu verbergen. Siehst du deinen Hund lahmen, dann ist da also etwas, das er nicht mehr verstecken kann.

Was Schmerz bei einem Hund sonst noch macht

Lahmheit kommt selten allein. Das LICG nennt bei Schmerz unter anderem: lahmen oder steifer laufen als vorher, bestimmte Bewegungen vermeiden wie nicht springen, nicht spazieren oder nicht sitzen wollen, wiederholtes Lecken, Beißen oder Kratzen an einer schmerzenden Stelle, und eine Haltung einnehmen, die am wenigsten weh tut.

Es gibt auch eine feinere Seite. Hunde mit Schmerzen gähnen seltener, strecken sich weniger und schütteln sich seltener. Sie reagieren anders auf Menschen als sonst. Bei länger bestehendem Schmerz verändern sich Energieniveau, Fröhlichkeit und Verspieltheit, und ein Hund kann davon schlechte Laune bekommen. Das wird leicht als Alter oder Charakter gedeutet, während es Schmerz ist.

Was du selbst prüfst

Bevor du anrufst, kannst du ein paar Dinge feststellen, die deinem Tierarzt direkt weiterhelfen:

  • **Welche Pfote?** Achte darauf, wohin der Kopf geht. Bei Schmerz an einer Vorderpfote nickt der Kopf nach oben, sobald die schmerzende Pfote aufsetzt.
  • **Der Fuß.** Schau zwischen die Zehen und unter die Ballen: eine Wunde, ein Riss im Ballen, ein abgebrochener Nagel, etwas Festsitzendes. Denk im Sommer an eine Granne; die sitzen gern zwischen den Zehen und führen laut LICG meist zu Lahmheit.
  • **Wärme oder Schwellung.** Fühl vorsichtig und vergleich mit der anderen Seite.
  • **Wann ist es schlimmer?** Nach dem Aufstehen, nach einem langen Spaziergang, nach Ruhe oder gerade den ganzen Tag.
  • **Wie hat es angefangen?** Plötzlich beim Rennen oder allmählich schlimmer geworden.

Mach das ruhig und hör auf, wenn dein Hund deutlich Schmerz zeigt. Ein Hund mit Schmerzen kann beißen, auch ein Hund, der das sonst nie tut.

Ruf sofort an bei diesen Anzeichen

  • Dein Hund setzt die Pfote überhaupt nicht mehr auf.
  • Eine Pfote steht in einer seltsamen Stellung, oder es gibt eine sichtbare Wunde oder einen Knochenbruch.
  • Er kann nicht mehr aufstehen, schleift mit einer Hinterpfote oder hat plötzlich keine Kontrolle mehr über die Hinterhand.
  • Es kam plötzlich, und der Schmerz ist deutlich heftig.
  • Es gibt eine Schwellung mit Fieber oder starken Schmerzen.

Warum du niemals ein Schmerzmittel aus dem eigenen Schrank gibst

Das ist der wichtigste Satz dieses Artikels. Das LICG sagt es ohne Einschränkung: Verwende niemals, ohne vorherige Rücksprache mit deinem Tierarzt, Schmerzmittel, die für Menschen gedacht sind. Mittel, die für Menschen ganz gewöhnlich sind, können bei einem Hund ernsten Schaden an Magen, Nieren oder Leber anrichten. Dass dein Hund groß ist, ändert daran nichts.

Willst du ihm Erleichterung verschaffen, dann ruf deinen Tierarzt an. Es gibt Mittel, die geeignet sind, und welche das sind und wie viel, ist eine Entscheidung, die dorthin gehört.

Ruhe ist nützlich, aber sie ist keine Behandlung

Ein paar Tage Ruhe können einer leichten Prellung guttun. Was Ruhe nicht tut, ist eine Ursache beseitigen. Verschwindet die Lahmheit mit Ruhe und kommt sie zurück, sobald dein Hund sich wieder normal bewegt, dann war das Problem nicht weg, nur kurz still.

Halte die Ruhe deshalb kurz und begrenzt: an der Leine ausführen statt frei rennen, nicht springen, wenn möglich keine Treppen. Dauert es länger als ein paar Tage oder kommt es zurück, dann mach einen Termin.

Nimm ein Video mit

Das ist der praktischste Tipp überhaupt. Ein Hund, der zu Hause deutlich lahmt, zeigt das im Behandlungszimmer oft nicht: Anspannung und ein glatter Boden überdecken es. Film deinen Hund deshalb zu Hause im Schritt auf ebenem Untergrund, von der Seite und von hinten, und zeig das. Das spart oft einen zweiten Termin.

Dieser Artikel ist allgemeine Information und keine Diagnose. Lahmt dein Hund, dann nimm Kontakt zu deinem Tierarzt auf und versuch nicht, es selbst zu behandeln.

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Häufige Fragen

Darf ich meinem Hund ein Schmerzmittel geben, wenn er lahmt?
Nein, nicht von dir aus. Das LICG sagt, dass du niemals Schmerzmittel verwenden darfst, die für Menschen gedacht sind, ohne vorherige Rücksprache mit deinem Tierarzt. Mittel, die für Menschen gewöhnlich sind, können bei einem Hund ernsten Schaden anrichten. Ruf deinen Tierarzt für etwas Geeignetes an.
Wie sehe ich, welche Pfote weh tut?
Achte auf den Kopf. Bei Schmerz an einer Vorderpfote nickt der Kopf nach oben, sobald die schmerzende Pfote aufsetzt. Schau außerdem zwischen die Zehen und unter die Ballen nach Wunden, einem abgebrochenen Nagel oder, im Sommer, einer Granne.
Mein Hund läuft nach Ruhe wieder normal. Muss ich dann nicht hin?
Ruhe kann einer leichten Prellung guttun, beseitigt aber keine Ursache. Kommt die Lahmheit zurück, sobald dein Hund sich wieder normal bewegt, oder dauert es länger als ein paar Tage, dann mach einen Termin.

Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Diagnose oder medizinische Beratung. Wende dich bei Zweifeln oder Beschwerden immer an deinen Tierarzt.

Quellen

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