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Feuerwerk: so hilfst du deinem Tier durch Silvester

Hund & Katze · Veröffentlicht am 21. Juli 2026

Rund um den Jahreswechsel knallt es tagelang. Viele Hunde und Katzen finden das aufregend oder ausgesprochen beängstigend, und das ist keine Zimperlichkeit: Das LICG beschreibt die Angst vor lauten Geräuschen als eine natürliche Angst, die direkt mit dem Überlebensdrang zu tun hat. Ein Tier, das sich vor einem Knall verkriecht, tut genau das, was es tun soll.

Es sind außerdem nicht nur die Knaller. Auch Zischen, Pfeifen und andere hohe Töne können für Tiere Gefahr bedeuten, und dazu kommen Lichtblitze, Erschütterungen und der Geruch von Pulverdampf. Dein Tier bekommt also vier Arten von Reizen gleichzeitig, aus einer Richtung, die es nicht vorhersehen kann.

So erkennst du Angst

Bei Hunden siehst du oft Zittern, Verkriechen oder gerade Weglaufen, Hecheln, zusammengekauertes Sitzen, die Rute tief und die Ohren nach hinten, unruhiges Hin- und Herlaufen oder Bellen. Bei Katzen achtest du auf große Pupillen, eine schnellere Atmung, Ohren mehr zur Seite oder nach hinten, mehr Miauen oder gerade mehr Stille als sonst, und darauf, dass sie alles scharf im Auge behalten.

Was du vorher regeln kannst

  • Richte einen sicheren Platz ein, an den dein Tier sich zurückziehen kann, und tu das rechtzeitig, damit dieser Platz schon vertraut ist, wenn es nötig wird.
  • Halt deine Katze in den Tagen vor dem Jahreswechsel drinnen. Es wird dann schon viel geknallt.
  • Halt deinen Hund in diesen Tagen draußen an der Leine. Ein unerwarteter Knall reicht, damit er wegläuft.
  • Kontrollier, ob die Chipdaten deines Tieres noch stimmen. Rund um den Jahreswechsel gehen die meisten Tiere verloren.
  • Hast du ein junges Tier, das noch kein Feuerwerk erlebt hat, dann fang Monate vorher mit dem Gewöhnen an. Spiel Tonaufnahmen ganz leise ab, während du spielst oder etwas Leckeres gibst, und steiger die Lautstärke langsam. Gehst du zu schnell vor, wird die Angst gerade schlimmer; lass dich deshalb begleiten.

Während des Jahreswechsels

  • Lass dein Tier nicht allein.
  • Schließ Fenster, Lüftungsöffnungen und Vorhänge. Das dämpft das Geräusch und hält die Lichtblitze draußen.
  • Stell das Radio oder den Fernseher an, um die Knaller zu übertönen.
  • Biete Ablenkung: ein Futterpuzzle, Kaumaterial für den Hund, Spiel für die Katze.
  • Führ deinen Hund an einem ruhigen Ort aus, bevor das Feuerwerk anfängt.
  • Bleib selbst ruhig und sei einfach für dein Tier da. Trösten macht die Angst nicht schlimmer; wegschicken schon.

Was du vor allem nicht tust

Bestraf dein Tier nie für eine ängstliche Reaktion. Angst ist kein Ungehorsam, und Strafe macht das Tier ängstlicher vor der Situation und vor dir. Gib auch nie Medikamente, die für Menschen gedacht sind. Und pass auf: Manche beruhigenden Mittel machen ein Tier gerade empfindlicher für Geräusche statt ruhiger. Welches Mittel passend ist und welches nicht, bestimmt dein Tierarzt.

Warum du es nicht schleifen lassen solltest

Darin steckt ein Risiko, das oft unterschätzt wird: Die Angst kann sich ausweiten. Ein Tier, das jedes Jahr in Panik gerät, kann irgendwann auch vor viel leiseren Geräuschen erschrecken, etwa vor einer zufallenden Küchenschranktür oder einer Autotür. Was als Angst vor Feuerwerk anfing, wird dann zu einem Tier, das nirgends mehr Ruhe hat.

Gerät dein Tier jedes Jahr in Panik, dann akzeptier das nicht als etwas, das nun einmal dazugehört. Besprich es rechtzeitig vor Dezember mit deinem Tierarzt, und frag bei Bedarf nach einem Verhaltensexperten. Beim Gewöhnen an Geräusche sind der Aufbau und das Timing entscheidend, und genau da macht Begleitung den Unterschied.

Dieser Artikel ist allgemeine Information und keine Diagnose. Bei starker Angst ist dein Tierarzt der Ausgangspunkt.

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Häufige Fragen

Darf ich meinen Hund trösten, wenn er Angst vor Feuerwerk hat?
Ja. Ruhig anwesend zu sein und Halt zu geben macht die Angst nicht schlimmer. Was du lassen solltest, ist Strafe: Das LICG ist da eindeutig. Strafe für eine ängstliche Reaktion macht dein Tier ängstlicher vor der Situation und vor dir.
Warum wird die Angst vor Feuerwerk jedes Jahr schlimmer?
Weil die Angst sich ausweiten kann. Ein Tier, das immer wieder in Panik gerät, kann irgendwann auch vor viel leiseren Geräuschen erschrecken, etwa vor einer zufallenden Schranktür oder einer Autotür. Deshalb ist es klug, rechtzeitig vor Dezember etwas zu unternehmen.
Wann fange ich an, ein junges Tier an Feuerwerk zu gewöhnen?
Monate vorher. Spiel Tonaufnahmen ganz leise ab, während du spielst oder etwas Leckeres gibst, und steiger die Lautstärke langsam. Gehst du zu schnell vor, wird die Angst gerade schlimmer, lass dich dabei also begleiten.

Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Diagnose oder medizinische Beratung. Wende dich bei Zweifeln oder Beschwerden immer an deinen Tierarzt.

Quellen

  • Vuurwerk - Landelijk InformatieCentrum Gezelschapsdieren (LICG)

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