Wann ist eine Katze senior, und was gehört zu einer Seniorenuntersuchung?
Für Katzen · Veröffentlicht am 3. August 2026
Es gibt keinen Tag, an dem deine Katze plötzlich alt ist. Trotzdem ist es praktisch zu wissen, wo die Grenzen ungefähr liegen, denn daran hängt, wie oft dein Tierarzt mitschauen möchte.
Das LICG hält fest: Katzen über zehn bis zwölf Jahre werden meistens Senioren genannt, und ab fünfzehn Jahren darfst du eine Katze ruhig betagt nennen. Die Vorsorge beginnt allerdings früher als das Alter. Viele Tierarztpraxen haben ein Seniorenprogramm für Katzen ab etwa sieben Jahren, also lange bevor du selbst etwas bemerkst.
Warum die Kontrolle dem Alter vorausläuft
Weil eine Katze Probleme lange verbirgt, und weil die Erkrankungen, die in diesem Alter eine Rolle spielen, sich nicht von außen ankündigen. Das LICG nennt bei älteren Katzen unter anderem eine verminderte Nierenfunktion, eine überaktive Schilddrüse, Zuckerkrankheit und einen zu hohen Blutdruck. Keine dieser vier siehst du aus der Entfernung an einer Katze, die auf dem Sofa liegt.
Deshalb ist die Kontrolle keine Formalität, sondern eine Messung.
Was zu einer Seniorenuntersuchung gehört
Eine Seniorenuntersuchung besteht meistens aus:
- einem ausführlichen Gespräch über Fressen, Trinken, Urinieren, Springen, Putzen und Verhalten
- einer körperlichen Untersuchung
- einer Blutdruckmessung
- einer Blutuntersuchung
- einer Urinuntersuchung
Die Häufigkeit liegt bei mindestens ein- bis zweimal im Jahr. Das klingt nach viel für eine Katze, der nichts fehlt, aber in diesem Alter ist ein Jahr ein größerer Teil eines Katzenlebens, als du denkst, und die Erkrankungen von oben entwickeln sich schleichend.
Was sich körperlich verändert
Ein Teil dessen, was du siehst, gehört einfach zum Älterwerden:
- **Geruchs- und Geschmackssinn lassen nach.** Das merkst du oft zuerst am Appetit.
- **Sehen und Hören werden schlechter.**
- **Das Fell wird oft weniger glänzend und steht struppig ab.** Eine ältere Katze putzt sich außerdem weniger gut, diesen Teil übernimmst also du.
- **Die Krallen nutzen sich weniger ab und werden zu lang.** Das ist mehr als ein Schönheitsproblem: Eine zu lange Kralle kann in den Ballen stechen. Lass die Krallen deshalb regelmäßig kontrollieren.
- **Zahnfleischentzündungen und Gebissprobleme kommen häufig vor.**
- **Gelenkverschleiß.**
Dass etwas zum Alter gehört, heißt nicht, dass du nichts tun musst. Für fast jeden Punkt auf dieser Liste lässt sich der Komfort deiner Katze verbessern, und das beginnt damit, es bei der Kontrolle anzusprechen.
Vorhersehbarkeit wird wichtiger
Ältere Katzen brauchen oft mehr Vorhersehbarkeit, und Veränderungen können Stress auslösen. Sie werden außerdem wählerischer und stressempfindlicher. Ein Umzug, ein Umbau, ein neuer Mitbewohner oder eine andere Katzentoilette verlangt bei einer alten Katze also mehr Vorbereitung als bei einer jungen. Ändere lieber eine Sache nach der anderen, und lass das Alte stehen, solange das Neue noch nicht vertraut ist.
Was du selbst festhältst
Die brauchbarsten Informationen für deinen Tierarzt kommen von dir, weil du deine Katze jeden Tag siehst. Halte fest, wie viel deine Katze frisst und trinkt, wie oft sie uriniert, was sie wiegt und ob sie noch auf ihre festen Plätze springt. Nimm das mit zur Kontrolle. Eine Gewichtslinie über ein halbes Jahr sagt mehr als eine Wägung am Tag selbst.
Warte nicht bis zum nächsten Termin, wenn dir zwischendurch etwas auffällt bei Fressen, Trinken, Gewicht, Bewegung oder Verhalten. Ruf dann einfach deinen Tierarzt an.
Dieser Artikel ist allgemeine Information und keine Diagnose.
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Konto erstellenHäufige Fragen
- Ab welchem Alter ist eine Katze senior?
- Das LICG hält fest, dass Katzen über zehn bis zwölf Jahre meistens Senioren genannt werden und dass du eine Katze ab fünfzehn Jahren ruhig betagt nennen darfst. Viele Tierarztpraxen starten ihr Seniorenprogramm schon ab etwa sieben Jahren.
- Was passiert bei einer Seniorenuntersuchung?
- Meistens ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung, eine Blutdruckmessung, eine Blutuntersuchung und eine Urinuntersuchung. Die Häufigkeit liegt bei mindestens ein- bis zweimal im Jahr. So kommen Erkrankungen, die man von außen nicht sieht, früh ans Licht.
- Warum werden die Krallen einer älteren Katze zu lang?
- Weil eine ältere Katze weniger kratzt und sich weniger bewegt, nutzen sich die Krallen weniger ab. Sie können dadurch so lang werden, dass sie in den Ballen stechen. Lass die Krallen regelmäßig kontrollieren und frag deinen Tierarzt oder die Assistenz, wie du sie sicher schneidest.
Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Diagnose oder medizinische Beratung. Wende dich bei Zweifeln oder Beschwerden immer an deinen Tierarzt.
Quellen
- Verzorging van uw oudere kat - Landelijk InformatieCentrum Gezelschapsdieren (LICG)
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