Fellpflege beim Hund: Bürsten, Trimmen und der Hundesalon
Für Hunde · Veröffentlicht am 25. Juli 2026
Das Fell deines Hundes sieht nicht nur schön aus: Es schützt die Haut vor Kälte, Wärme, Schmutz und Sonne. Wie viel Pflege dafür nötig ist, unterscheidet sich von Hund zu Hund stark. Der eine kommt mit gelegentlichem Bürsten aus, der andere braucht eine feste Routine zu Hause und regelmäßig einen Termin im Hundesalon.
Jede Fellart braucht etwas anderes
Was dein Hund braucht, hängt vor allem von seiner Fellart ab:
- Kurzes Fell: pflegeleicht. Bürsten entfernt vor allem loses Haar und Schmutz, was besonders im Fellwechsel angenehm ist.
- Halblanges Fell: braucht meist an den Stellen mehr Aufmerksamkeit, an denen das Haar länger ist, etwa an Rute, Ohren und Hinterläufen.
- Langes Fell: verknotet schneller und verlangt deshalb eine feste Routine. Ohne regelmäßiges Bürsten können Knoten zu einer dichten Schicht direkt auf der Haut verfilzen.
- Rauhaar: Dieses Fell verliert altes Haar nicht von selbst. Bei vielen rauhaarigen Rassen wird das abgestorbene Haar gezupft oder getrimmt statt geschnitten.
- Lockenfell: haart wenig, wodurch ausgefallenes Haar im Fell hängen bleibt und leicht verfilzt. Diese Hunde brauchen meist sowohl Pflege zu Hause als auch Schnitttermine.
Wie oft du bürsten musst, lässt sich nicht in eine feste Zahl fassen. Das hängt von der Fellart, der Felllänge, der Jahreszeit und davon ab, wie viel dein Hund draußen ist. Ein Hundefriseur oder dein Tierarzt kann dir sagen, was zu deinem Hund passt.
Bürsten als feste Routine
Mache aus dem Bürsten lieber eine kurze, ruhige Gewohnheit als eine lange Sitzung, die euch beiden schwerfällt. Arbeite Schicht für Schicht und bis auf die Haut: Wer nur über die Oberfläche fährt, lässt die Knoten darunter stehen.
Knoten entstehen fast immer an denselben Stellen, nämlich dort, wo das Fell reibt oder länger ist:
- hinter und unter den Ohren
- in den Achseln und den Leisten
- rund um die Rute und darunter
- an der Rückseite der Beine
- zwischen den Zehen und unter den Pfoten
- dort, wo Geschirr oder Halsband liegen
Kämme diese Stellen bei jedem Durchgang kurz nach. Einen kleinen Knoten bekommst du meist noch vorsichtig heraus. Sitzt das Fell verfilzt und straff auf der Haut, überlässt du das besser einem Hundefriseur: Die Haut liegt direkt darunter, und Ziehen tut weh.
Was ein Hundesalon für dich tut
Im Hundesalon geht es um mehr als ums Schneiden. Was genau gemacht wird, hängt vom Fell deines Hundes ab:
- Schneiden oder Scheren von langem oder lockigem Fell, in Form oder kurz
- Zupfen oder Trimmen von rauhaarigem Fell, wobei das abgestorbene Haar entfernt wird
- Waschen und gründliches Trocknen, was bei dichtem Fell zu Hause schwierig ist
- Krallen schneiden
- das Haar rund um Augen, Ohren und Pfotenballen kürzen, damit dein Hund gut sehen kann und auf glattem Boden Halt behält
Kommst du zu Hause nicht weiter oder weißt du nicht, welche Pflege zu deinem Hund gehört? Ein Hundefriseur schaut sich das Fell deines Hundes an und kann dir sagen, was nötig ist und wie oft.
Deinen Welpen daran gewöhnen
Die Gewöhnung an Pflege gelingt am leichtesten, wenn du früh damit anfängst. Halte es kurz und positiv: ein paar Minuten bürsten, streicheln, etwas Leckeres, fertig. Berühre auch ruhig Pfoten, Ohren, Rute und Maul, damit Anfassen ganz normal wird. Lass deinen Welpen Bürste und Kamm erst beschnuppern, bevor du sie benutzt.
Geht dein Hund später in den Hundesalon, sag bei der Terminvereinbarung, dass es das erste Mal ist. Viele Hundefriseure planen dann ein kurzes Kennenlernen, damit die Geräusche von Schermaschine und Föhn nicht gleich zu einem kompletten Termin dazukommen.
Krallen und Ohren gehören dazu
Fellpflege ist mehr als nur Haar. Zu lange Krallen verändern, wie dein Hund steht und läuft, und können einreißen. Hörst du die Krallen auf hartem Boden klackern oder berühren sie den Boden, während dein Hund still steht, dann lass von einem Hundefriseur oder deinem Tierarzt beurteilen, ob sie geschnitten werden müssen.
Schau beim Bürsten auch kurz in die Ohren. Gesunde Ohren sehen ruhig aus und riechen neutral. Reinige sie nicht aus Gewohnheit und geh niemals mit einem Wattestäbchen in den Gehörgang.
Wann du den Tierarzt anrufst
Pflege ist Arbeit für zu Hause, aber die Haut darunter kann einen medizinischen Grund haben, Aufmerksamkeit zu verlangen. Vereinbare einen Termin bei deinem Tierarzt, wenn dir beim Bürsten das hier auffällt:
- kahle Stellen oder Haar, das büschelweise ausfällt
- eine rote, schuppige, feuchte oder streng riechende Haut
- anhaltendes Kratzen, Lecken oder Beißen an einer Stelle
- Krusten, Beulen oder kleine Wunden
- Schmerz oder Abwehr, wenn du eine Stelle berührst
- ein Fell, das plötzlich stumpf wird oder sich anders anfühlt
Warte damit nicht zu lange. Juckreiz und Hautbeschwerden haben viele mögliche Ursachen, und nur dein Tierarzt kann untersuchen, was dahintersteckt. Dieser Artikel ist allgemeine Information und keine Diagnose.
Fellpflege muss keine lästige Pflicht sein. Eine feste, kurze Routine zu Hause, Aufmerksamkeit für die Stellen, die schnell verknoten, und rechtzeitig Hilfe vom Hundefriseur halten das Fell in Ordnung. Nebenbei bemerkst du Veränderungen an Haut, Krallen und Ohren früh.
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Konto erstellenHäufige Fragen
- Wie oft muss ich meinen Hund bürsten?
- Das hängt von der Fellart ab. Kurzes Fell braucht wenig, langes oder lockiges Fell verknotet schnell und verlangt eine feste Routine. Frag einen Hundefriseur oder deinen Tierarzt, was zu deinem Hund passt.
- Muss jeder Hund in den Hundesalon?
- Nein. Viele kurzhaarige Hunde kommen mit Bürsten zu Hause gut aus. Hunde mit langem, lockigem oder rauhaarigem Fell brauchen meist einen Hundesalon, weil ihr Fell geschnitten oder getrimmt werden muss.
- Darf ich einen Knoten selbst herausschneiden?
- Sei vorsichtig: Bei einem festsitzenden Knoten liegt die Haut straff darunter und wird leicht mitgeschnitten. Kleine Knoten lassen sich meist vorsichtig auskämmen. Sitzt das Fell verfilzt auf der Haut, überlass es einem Hundefriseur.
Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Diagnose oder medizinische Beratung. Wende dich bei Zweifeln oder Beschwerden immer an deinen Tierarzt.
Quellen
- Hunde - LICG
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