# Entwurmung bei Hund und Katze: wie oft, und warum

> Eine Wurmkur schützt nicht im Voraus, und Würmer sieht man meistens nicht. Hier liest du, wie oft eine Behandlung bei deinem Tier nötig ist, welchen Rhythmus Welpen und Kätzchen brauchen, wann eine Kotuntersuchung die Alternative ist und wann du deinen Tierarzt anrufst.

- Kanonische Seite: https://www.tailjournal.com/de/ratgeber/hund/parasiten/entwurmung-bei-hund-und-katze
- Sprache: de-DE
- Herausgeber: TailJournal
- Veröffentlicht: 2026-07-30
- Aktualisiert: 2026-07-30
- Teil von: [Zecken & Flöhe](https://www.tailjournal.com/de/ratgeber/hund/parasiten)

Würmer sind Parasiten, die im Darm deines Hundes oder deiner Katze leben können. Man sieht sie meistens nicht, dein Tier zeigt oft keine Anzeichen, und genau deshalb gehört die Entwurmung zu einem festen Rhythmus und nicht zu einem Bauchgefühl.

## Eine Wurmkur schützt nicht im Voraus

Das ist das größte Missverständnis. Eine Wurmkur räumt auf, was in diesem Moment im Darm sitzt. Danach schützt sie dein Tier nicht weiter. Dein Hund oder deine Katze kann ein paar Wochen später wieder befallen sein, ohne dass du etwas davon merkst.

Entwurmen wirkt deshalb nur als wiederkehrende Gewohnheit. Einmal im Jahr eine Tablette bringt wenig, und nach einer Behandlung ist die Sache nicht erledigt.

## Welche Würmer eine Rolle spielen

Der Spulwurm ist mit Abstand der wichtigste, bei Hunden wie bei Katzen. Daneben gibt es Bandwürmer. Die bekommt dein Tier vor allem über Flöhe oder über Mäuse und anderes Kleinwild, das es fängt und frisst. Hakenwürmer und Peitschenwürmer kommen seltener vor.

In manchen Regionen kommt zusätzlich der Fuchsbandwurm vor. Wenn dein Hund dort jagt oder frei stöbert, sprich das bei deinem Tierarzt an.

## Warum es wichtig ist

Für einen gesunden erwachsenen Hund oder eine gesunde erwachsene Katze bleiben die Folgen meist überschaubar. Ein Befall macht häufig keine Beschwerden, höchstens etwas weichen Kot oder ein Tier, das nicht ganz fit wirkt.

Bei Welpen und Kätzchen ist das anders. Fast alle Jungtiere haben mit Spulwürmern zu tun, und sie können davon wirklich krank werden: schlechtes Wachstum, ein aufgeblähter Bauch, Durchfall oder Erbrechen.

Dazu kommt ein zweiter Grund, der weniger bekannt ist. Spulwurmeier gelangen über den Kot in die Erde und bleiben dort über lange Zeit ansteckungsfähig. Vor allem kleine Kinder sind gefährdet, weil sie im Sand und im Garten spielen und die Hände in den Mund nehmen. Nehmen Menschen die Eier auf, können die Larven im Körper wandern und im Auge oder im Nervensystem ernsthafte Beschwerden verursachen.

## Was du selbst sehen kannst

Meistens nichts, und das ist das Tückische. Würmer sind im Kot oft nicht zu sehen. Manchmal entdeckt man sie im Erbrochenen. Bei Bandwürmern siehst du gelegentlich kleine weiße Stückchen, die an Reiskörner erinnern, rund um den After oder auf dem Schlafplatz.

Dein Tier kann also gesund aussehen und trotzdem Würmer haben. Deshalb richtest du dich danach, wie dein Tier lebt, und nicht danach, was du siehst.

Ruf deinen Tierarzt an, wenn dir das hier auffällt:

- Blut im Kot, anhaltender Durchfall oder Erbrechen
- schneller Gewichtsverlust oder Teilnahmslosigkeit
- ein Welpe oder Kätzchen, das nicht wächst oder einen aufgeblähten Bauch hat
- Husten oder Atemnot
- blasses Zahnfleisch

Entwurme in solchen Fällen nicht auf eigene Faust und warte ab. Dieser Artikel ist allgemeine Information und keine Diagnose.

## Wie oft ist nötig?

Eine feste Zahl für alle gibt es nicht. ESCCAP richtet die Empfehlung danach aus, wie ein Tier lebt:

- Geringes Risiko, etwa eine reine Wohnungskatze oder ein Hund ohne Kontakt zu anderen Tieren: ein- bis zweimal im Jahr eine Kotuntersuchung, und nur behandeln, wenn tatsächlich ein Befall gefunden wird.
- Durchschnittliches Risiko, also ein Tier, das nach draußen kommt und dort Kontakt zu anderen Tieren, Parks oder Wiesen hat: viermal im Jahr entwurmen oder ebenso oft eine Kotuntersuchung machen lassen.
- Hohes Risiko, etwa ein Tier, das jagt und Beutetiere frisst: alle vier Wochen, also zwölfmal im Jahr, entwurmen oder untersuchen lassen.
- Bekommt dein Tier rohes Fleisch, empfiehlt ESCCAP zusätzlich alle vier Wochen eine Behandlung gegen Bandwürmer.

Ehrlich dazu: auch viermal im Jahr bedeutet nicht, dass dein Tier dauerhaft wurmfrei ist. Zwischen zwei Behandlungen kann ein neuer Befall entstehen. Es geht vor allem darum, dass möglichst wenige Eier in die Umgebung gelangen. Welcher Rhythmus zu deinem Tier passt, entscheidest du am besten mit deinem Tierarzt.

## Welpen und Kätzchen haben ihren eigenen Rhythmus

Jungtiere brauchen einen engeren Takt, weil sie den Befall schon von ihrer Mutter mitbekommen.

Bei einem Welpen beginnt es im Alter von zwei Wochen, bei einem Kätzchen mit drei Wochen. Danach wird alle zwei Wochen behandelt, bis zwei Wochen nach dem Absetzen. Besteht das erhöhte Risiko danach weiter, folgen monatliche Behandlungen bis zum Alter von sechs Monaten. Wie lange das in eurem Fall sinnvoll ist, legt dein Tierarzt fest.

Säugt die Mutter noch? Dann wird sie gemeinsam mit ihrem Wurf behandelt. Ist deine Hündin oder Katze trächtig, besprich das immer mit deinem Tierarzt. Die Empfehlungen dazu gehen auseinander, das ist nichts zum Selbstentscheiden.

## Oder den Kot untersuchen lassen

Blind entwurmen ist nicht der einzige Weg. Du kannst den Kot untersuchen lassen und nur dann behandeln, wenn wirklich etwas gefunden wird. ESCCAP nennt das eine gleichwertige Alternative, mit einer wichtigen Bedingung: du musst genauso oft testen, wie du sonst behandeln würdest. Also viermal im Jahr testen und nicht einmal.

Der Vorteil: du gibst kein Mittel an ein Tier, das es gerade nicht braucht. Der Nachteil: ein negatives Ergebnis ist keine Sicherheit. Ein frischer Befall ist noch nicht nachweisbar, und Bandwürmer lassen sich im Kot ohnehin schlecht nachweisen. Besprich mit deinem Tierarzt, was zu euch passt.

## Wenn du ein Mittel gibst

Es gibt Tabletten, Pasten und Tropfen für den Nacken. Manche Mittel kaufst du frei, andere bekommst du nur über deinen Tierarzt. Welches Mittel geeignet ist, hängt von der Tierart, dem Alter und dem Gewicht ab. Das ist eine Frage für deinen Tierarzt.

Wieg dein Tier, bevor du etwas gibst, denn die richtige Menge richtet sich nach dem Gewicht. Zu wenig wirkt nicht, zu viel ist nicht gut für dein Tier. Ein wachsender Welpe bringt außerdem jeden Monat ein anderes Gewicht auf die Waage. Gib niemals ein Medikament, das für Menschen gedacht ist, und gib kein Hundemittel an eine Katze.

## Was sonst noch hilft

Neben der Behandlung hilft Hygiene:

- Sammle Kot sofort auf und entsorge ihn im Restmüll, nicht im Biomüll. Wurmeier überstehen Kompost.
- Deck den Sandkasten ab, wenn nicht darin gespielt wird.
- Wasch die Hände nach dem Spielen im Freien und nach der Gartenarbeit sowie vor dem Essen, und trag im Garten Handschuhe.
- Reinige die Katzentoilette täglich.
- Siehst du reiskornähnliche Stückchen bei deinem Tier? Dann geh neben dem Bandwurm auch die Flöhe an, denn Flöhe übertragen ihn.

Du bist unsicher, welcher Rhythmus zu deinem Tier passt? Dein Tierarzt kennt deinen Hund oder deine Katze und legt das gemeinsam mit dir fest. Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine medizinische Beratung und keine Diagnose.

## Häufige Fragen

### Wie oft muss ich meinen Hund oder meine Katze entwurmen?

Das hängt davon ab, wie dein Tier lebt. Kommt es nach draußen und hat dort Kontakt zu anderen Tieren, Parks oder Wiesen, lautet die Empfehlung viermal im Jahr. Bei geringem Risiko reicht ein- bis zweimal im Jahr eine Kotuntersuchung. Jagt dein Tier oder bekommt es rohes Fleisch, ist der Takt enger und dein Tierarzt legt ihn fest.

### Kann ich sehen, ob mein Tier Würmer hat?

Meistens nicht. Würmer sind im Kot oft nicht sichtbar, und ein erwachsenes Tier zeigt kaum Anzeichen. Bei Bandwürmern entdeckt man manchmal kleine weiße Stückchen, die an Reiskörner erinnern. Richte dich deshalb danach, wie dein Tier lebt.

### Muss eine reine Wohnungskatze auch entwurmt werden?

Sie gehört in die niedrige Risikogruppe. Dafür empfiehlt ESCCAP ein- bis zweimal im Jahr eine Kotuntersuchung und eine Behandlung nur dann, wenn ein Befall gefunden wird.

## Quellen

- [Basisvorsorge gegen Parasiten](https://www.esccap.de/parasiten/basisvorsorge/) (ESCCAP Deutschland)
- [Würmer bei Hunden und Katzen](https://www.esccap.de/parasiten/wuermer/) (ESCCAP Deutschland)
- [Guideline 01: Worm Control in Dogs and Cats, seventh edition](https://www.esccap.org/link-document/27/) (ESCCAP)

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Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Diagnose oder medizinische Beratung. Wende dich bei Zweifeln oder Beschwerden immer an deinen Tierarzt.
